Unterstützung für die Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens
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Hier erhalten Sie Informationen Ereignisse rund um das Thema Grundeinkommen (Wirtschafts- und Sozialpolitik in der Schweiz und im Ausland, öffentliche Stellungnahmen, Vorträge, Veranstaltungen usw.)
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Fotos von Dirk Haarmann, BIG Coalition Namibia - Klicken, um zu vergrößern
Das bedingungslose Grundeinkommen als Instrument zur Armutsbekämpfung.
Am 30. März 2010 stellte Herbert Jauch, Vertreter der BIG-(Grundeinkommens-)Koalition in Namibia, bei einer Veranstaltung von BIEN-Schweiz in Bern das Grundeinkommens-Pilotprojekt Otjivero vor. Rund 40 interessierte Zuhörer/innen folgten den Ausführungen des gebürtigen Stuttgarters, der seit Anfang der 1990-er Jahre die namibische Staatsbürgerschaft besitzt.
Neuerscheinung:
«Das bedingungslose Grundeinkommen in der Schweiz – eine republikanische Perspektive»
St. Galler Beiträge zur Wirtschaftsethik 45 – Haupt Verlag, Bern/Stuttgart/Wien 2010
Von Eric Patry
Zur Feier des 20-jährigen Bestehens des Instituts für Wirtschaftsethik der Universität St. Gallen haben die Herausgeber Markus Breuer, Plhilippe Mastronardi und Bernhard Waxenberger 10 Beiträge vereinigt, die Prof. Peter Ulrich aus Anlass seiner Emeritierung zur Besprechung vorgelegt wurden (Schlussabschnitt des Buches). Neben dem Kernbereich der Wirtschaftsethik bzw. dem Hauptforschungsgebiet von Prof.
Im «HWWI-Standpunkt» Nr. 127 vom 8. Februar 2010 bekräftigt Prof. Dr. Thomas Straubhaar, Direktor des HWWI, seinen Ansatz, wonach ein bedingungsloses Grundeinkommen eine ganzheitliche Erneuerung der sozialen Sicherung bringt, und zwar ohne die von der F.D.P.
Hier können Sie eine Reportage über das Grundeinkommenexperiment in Namibien nachlesen, die das deutsche Magazin "der Spiegel" am 10 august 2009 veröffentlicht hat.
ARMUT
Im Dorf der Zukunft
Von Krahe, Dialika
Eine Idee zieht um die Welt: Gegen Hunger und Armut soll ein Grundeinkommen helfen, gezahlt an jeden Bürger, bedingungslos. Gutmenschentum? Kommunismus? Utopie? In einem Dorf in Namibia wird das Konzept seit über einem Jahr ausprobiert.
Vor dem Wohnzimmerfenster geht die namibische Sonne unter, reich und rot, die Arbeiter ziehen sich zurück in ihre Wellblechverschläge, als Siggi von Lüttwitz mit der flachen Hand auf seinen Holztisch schlägt, um zu erklären, warum der Versuch nicht funktionieren kann. "Die saufen ja alle", sagt er, raucht an seiner Filterlosen, "und wenn du denen jetzt 100 Dollar gibst, dann saufen die noch mehr." Mit "die" meint Lüttwitz die Menschen von Otjivero, einer Siedlung, die direkt an sein Farmland grenzt; mit "die" meint er Menschen, die arm sind und schwarz. Lüttwitz ist Farmer, Deutsch-Namibier, er sitzt an seinem Esstisch, wachsdeckenbezogen, an der Wand ein Kalender mit den schönsten Zuchtbullen, er sagt: "Stehlen, Kinderkriegen, so sieht das hier aus."
Das deutsche Netzwerk Grundeinkommen veröffentlicht ein "Kleines ABC des bedingungslosen
Grundeinkommens".
Dieses Buch stellt Argumente für ein bedingungsloses Grundeinkommen vor, erklärt Begriffe, gibt
einen kurzen Abriss der Geschichte der Grundeinkommensidee und führt die wichtigsten Akteure
für ein Grundeinkommen im deutschsprachigen Raum auf. Eine Literaturübersicht zum Thema
Grundeinkommen rundet das Buch ab.
Eine Bestellkarte für dieses Buch können Sie auf unserer Seite Literatur downloaden (Preis: 6 € )
Nachrichten aus Genf
Der im Oktober 2008 von der Genfer Bevölkerung gewählte Verfassungsrat bereitet gegenwärtig die neue Kantonsverfassung vor. BIEN-Schweiz hat in diesem Zusammenhang zwei Verfassungsartikel für ein Grundeinkommen vorgeschlagen:
1. «Alle BewohnerInnen von Genf haben aufgrund ihrer Eigenschaft als Menschenwesen Anrecht auf die notwendigen Mittel für eine menschenwürdige Existenz..»
2. «Der Staat setzt dieses Recht um durch nicht an Bedingungen geknüpfte Leistungen.»
Damit der Verfassungsrat einen solchen Antrag prüft, benötigt er 500 Unterschriften. Wir haben innerhalb von weniger als einem Monat 1876 Unterschriften gesammelt dank dem überzeugten Einsatz der Mitglieder von BIEN und natürlich dank den Reaktionen der Bevölkerung auf diesen Antrag, die oft sehr positiv ausfielen. Der Verfassungsrat dürfte den Antrag im Lauf des Sommers prüfen.
Die Unterschriftensammlung lief im Monat Juni mit Standaktionen an verschiedenen Orten in der Stadt Genf. Sie erlaubte uns, die Reaktionen der Bevölkerung auf ein bedingungsloses Grundeinkommen zu testen vor dem Hintergrund der individuellen und sozialen Anliegen der Betroffenen.

Das Grundeinkommenskonzept ist noch wenig bekannt, stösst aber spontan auf Interesse. Dass es bedingungslos ist, bedeutet eine Umkehrung der traditionellen Normen, die sich auf Rentabilität, Leistung und den Vorrang der Lohnarbeit abstützen.
Bedingungsloses Grundeinkommen
Eine Antwort auf die Krise - ein Weg in die Zukunft
"Wir, die Unterzeichner, rufen dazu auf, bei der diesjährigen Aktionswoche zum bedingungslosen Grundeinkommen mitzuwirken. Zeichnen Sie den Aufruf mit und unterstützen Sie die Aktionswoche. Sie soll einen Beitrag dazu leisten, die Diskussion über die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens in die breite Öffentlichkeit zu tragen. Sie soll dabei helfen, aufzuzeigen, dass sich mit einem bedingungslosen Grundeinkommen im Rücken viele Fragen und Probleme, vor denen wir heute stehen, ganz anders darstellen würden. Gerade angesichts der Wirtschafts- und Finanzkrise ist das individuelle Recht auf ein Existenz sicherndes Grundeinkommen, das gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht, ein wichtiges Signal, das neue Chancen und Möglichkeiten eröffnet."
Wochenzeitung - Ausgabe vom 2 Juli2009 – Wirtschaft
Artikel im Format PDF downloaden
| GRUNDEINKOMMEN | Steht bald ein bedingungsloses Grundeinkommen in der Genfer Verfassung? Eine Begegnung mit den InitiantInnen beim «Antikrisenmenü».
Dein Wert entsteht doch nicht aus deiner Arbeit ! |
Von Helen Brügger
Treffpunkt ist bei der alten Post in Vandoeuvres. Der Abbau des Service public und die Krise haben auch vor dieser vermögenden Genfer Landgemeinde nicht halt gemacht: Aus der abgewickelten Post ist ein Bistrot geworden, das zu Mittag ein «Antikrisenmenü» für zwölf Franken anbietet. Zu dritt kommen die VertreterInnen des Vereins Bien-CH (Basic Income Earth Network Switzerland) zum Rendez-vous: Bernard Kundig, 64, Industrie-Soziologe und ehemaliger Universitätsprofessor, Ralph Kundig, 55, Pianist und Webmaster, Anne Béatrice Duparc, 31, im Sozialbereich tätig und Administratorin der Bien-Facebook-Gruppe.